Die Bio-Landwirtschaft

Zurzeit sind wir dabei beschäftigt unsere 200­ha Weinberge Avignonesi mit den Methoden des ökologischen Landbaus zu konvertieren.

Im April 2011 beantragten wir förmlich die Bio-Zertifizierung für das ganze Anwesen. Dieses Verfahren erfordert eine Verpflichtungsperiode von etwa 3 Jahren, währenddessen werden wir erfordert, all die Grundsätze des biologischen Weinbaus streng zu beachten. Davon ausgehend, dass wir die Bio-Zertifizierung ab 2016 erhalten werden, haben wir in der Zwischenzeit noch einen weiteren Schritt unternommen; indem wir unsere Weinberge mit dem biodynamischen Landbau betreiben. Dieses einheitlich agierende und regenerative Landbausystem beruht auf den Kriterien einer gesunden Bodenbeschaffenheit, einer vollständigen Integration zwischen Landwirtschaft und der lokalen Flora, Fauna, sowie der biologischen Vielfalt. ­

 

Virginie Saverys hat es genauso formuliert:­

 

"Ich glaube, dass die erste Sorge für uns als Winzer darin bestehen sollte, nur gesunde Methoden anzuwenden und überhaupt nur gesunde Produkte zu erzeugen. Die Anwendung von biodynamischen Methoden erlaubt mir, genau die Ideen umzusetzen, von denen ich persönlich überzeugt bin. Wenn Sie beispielsweise Arbeiter im Weinberg beobachten, die einen Schutzanzug und noch dazu Masken tragen, während sie die konventionellen Behandlungen auf den Reben anwenden, dann sollte man sich doch eher fragen: “Fügt man den Reben und demzufolge auch den Trauben und dem Wein nicht eher einen Schaden zu, indem man diese anscheinend schädlichen Behandlungen anwendet?“ Ich möchte gesündere Weine für gesündere Menschen erzeugen, gleichzeitig möchte ich gerne dazu beitragen, unserer zukünftigen Generation einen gesunden Boden und ein gesundes Ambiente als Erbe zu hinterlassen. Die biodynamische Methode garantiert unseren Verbrauchern nicht nur natürlichere Weine, sondern auch interessantere, komplexere mit einem unverwechselbaren Stil.”

 

 

­

 

In den Weinberge

Genau wie im biologischen Landbau vermeidet die Biodynamik die Verwendung von chemischen Düngemitteln, Herbiziden und Schädlingsbekämpfungsmittel.­ Wir versuchen die Reben soweit wie möglich zu beschützen, indem wir deren Immunsystem bewusst verstärken und dessen Ambiente so gesund wie möglich halten, dies erübrigt sich durch dieselbe Unterstützung des Pflanzenwachstums. Wir produzieren alleine die Düngemittel, welche im Weinberg zwischen den Reihen als Gründüngungsmittel gepflanzt werden. Diese Weinbergbegrünung besteht aus: Rucola, Wicke, Bohnen, Senf, Kohl, Kräuter und vielen andere Pflanzen. Zum richtigen Zeitpunkt werden die Pflanzen gemäht und im Boden begraben, dadurch wird der natürliche Prozess der Mineralisierung begonnen und die ausgelösten Nährstoffe wie Kalium, Schwefel und Sauerstoff werden den Boden bereichern. Das Auflösen und Lüften des Bodens erfolgt durch die Wurzeln der Gründüngungsmittel, gleichzeitig bewahren sie ebenso den Boden von der Erosion. Letztlich dient die biologische Vielfalt der Flora zur Vermehrung einer Vielzahl von Insekten und Mikroorganismen, die dadurch den Reben ein gesundes Habitat garantieren.

Wir versuchen die Weinbergarbeit so durchzuführen, dass wir uns regelmäßig auf den biodynamischen Kalender beziehen können; dadurch versichern wir uns, dass die Reben sich dem natürlichen Biorhythmus der Umwelt anpassen. Nach der Ernte, bearbeiten wir die Böden, um sie besser aufzulösen. Anschließend wird das Präparat 500 P angewendet und im Boden begraben. Es handelt sich praktisch, um Kuhdung, der winterlang in einem Kuh-Horn gealtert wird. Dieses Präparat wird 4 Mal im Jahr in den Weinbergen begraben, man bevorzugt dabei die Nachmittagsstunden, wenn der Boden sozusagen “ausatmet”. Wir verwenden jedoch auch ein weiteres biodynamisches Präparat: Das Präparat 501. Es altert in einem Kuh-Horn, wird aber in der Sommerzeit begraben, um die Wärme und das Licht dieser Monate völlig zu absorbieren. Der Hornkiesel wird mit Wasser dynamisiert und anschließend als Spray auf die Blätter der Reben gesprüht. Dieses Verfahren wird früh am Morgen durchgeführt, wenn der Boden “einatmet”.

Sich nach dem biodynamischen Kalender zu richten, bedeutet sehr viel Arbeit dem Weinberg zu widmen, denn die manuelle Arbeit verdoppelt sich im Vergleich zum konventionellen Landbau. Nichtsdestotrotz liefern uns die erreichten Ergebnisse eine vorteilhafte Entschädigung. Nach einem Jahr biodynamischen Landbaus weist der Boden lebendigere Farben auf, er scheint aufgelöster zu sein als zuvor und ist sogar mit einem angenehmen Duft versehen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass uns die Entscheidung für den biodynamischen Weinbau sicherlich verhelfen wird, bessere Weine herzustellen. Diese Weine werden einen ausgeprägten Charakter haben, welche immer mehr die jeweils typischen Eigenschaften des Terroirs­ betonen werden.­­

Bilder

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